Ganzheitliche Psychiatrische Therapie

Allgemein wird die psychiatrische Behandlung sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich eng mit dem Einsatz von Psychopharmaka in Verbindung gebracht.

Diese können tatsächlich bei einigen, vor allem schwereren psychischen Beschwerden eine deutliche Linderung bewirken. Vor allem bei psychotischen Zuständen hat sich der Einsatz von Neuroleptika oft als hilfreich erwiesen. Allerdings führt die alleinige Pharmakotherapie nie zu einer Heilung der darunter liegenden Probleme sondern bestenfalls zu einer Symptomkontrolle.

 

Zudem bleibt es leider in der Behandlung psychischer Beschwerden häufig auch langfristig bei einer einseitigen medikamentösen Behandlung. Einmal verordnete Medikamente werden langfristig weiter verordnet, auftretende Nebenwirkungen dabei in Kauf genommen.

 

Tatsächlich ist dies auch meine klinische Erfahrung aus meiner zurückliegenden jahrzehntelangen Tätigkeit in großen psychiatrischen Kliniken. Aus meiner Sicht spielt hierbei die nicht ausreichende personelle Präsenz und die dadurch nicht in genügendem Umfang zur Verfügung stehende Zeit, auf die individuelle Situation und Bedürfnisse der Betroffenen mit ausreichender Ruhe und Geduld einzugehen, eine entscheidende Rolle.

 

Daher sind Betroffene und Angehörige oftmals mit dieser einseitig auf die Psychopharmakotherapie ausgerichtete Behandlung nachvollziehbar unzufrieden und suchen daher häufig nach alternativen Wegen.

 

Im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes in der Behandlung und Begleitung psychischer Probleme oder Erkrankungen wird daher der Fokus auf sämtliche die Beschwerden bedingenden und verursachenden Faktoren gelegt. Das beginnt bei einer Erfassung der möglichen auslösenden Faktoren, also der biographischen Vorgeschichte und der gegenwärtigen sozialen Umstände, was bei einer gut durchgeführten Anamnese grundsätzlich gegeben sein sollte.

 

Darüber hinaus kommen aber die sogenannten systemischen und seelischen Bedingungen hinzu, also die Frage, warum die betreffende Person jetzt oder zu einem bestimmten Zeitpunkt diese Symptome entwickelt hat und nicht jemand anderes aus ihrem Umfeld. Auch die körperlichen oder konsitutionellen Zeichen oder Beschwerden werden erfasst und in die Analyse mit eingezogen.

 

Ferner ist aus ganzheitlicher Sicht die Frage relevant, welche innere Balance durch die Symptomatik wieder hergestellt werden musste oder konnte. Die Perspektive ist also nicht, dass die Symptomatik per se das Problem ist und möglichst rasch eliminiert werden muss, sondern die Frage, was sich im Gesamt-System des Klienten verändern sollte, damit er oder sie die Symptomatik oder das Leiden wieder loslassen und heilen kann.

 

Zum Einsatz kommen hierfür vor allem:

 

  • Ein offenes Ohr und Sinne auf Augenhöhe, von Mensch zu Mensch

  • Ein Raum Bieten und Halten für hochkommende Affekte, Gefühle, Erinnerungen und Gaubenssätze

  • Dadurch entsteht ein Raum, in dem diese aufgestauten Affekte und slebstlimitierenden Glaubenssätze transfomiert und aufgelöst werden können

  • Individualisiert verordnete Homöopathische Konstitutions- oder Akut-Arzneien

  • Bei Bedarf so sparsam wie möglich dosierte Psychopharmaka, die durchaus auch individualisiert dosiert werden können!

Ganzheitliche psychiatrische Therapie wird von Dr. Kai Besserer angeboten